23.09.2016

Nachdem in Stockholm der Alternative Nobelpreis an die 2013 gegründete syrische Ärztegruppe „Weißhelme“ vergeben wurde, werden an diesem Tag 3 ihrer Ärzte ihrer getötet. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier fordert am 24. September in der UN-Vollversammlung Russland auf, seinen Einfluss auf das Assad-Regime endlich geltend zu machen, um das Blutvergießen in Aleppo zu beenden. In einer Erklärung der Außenminister Frankreichs, Deutschlands, des Vereinigten Königsreichs, der USA sowie der Europäischen Union am selben Tage wird Russland in diesem Sinne aufgefordert. Die Berichte über die Bombardierung Aleppos durch das Assad-Regime widerspreche der russischen Bereitschaft zu einer diplomatischen Lösung. Außerdem wird in der Erklärung der freie Zugang für humanitäre Hilfen in allen Teilen Syriens verlangt. In der Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates am 25. September ist von den schwersten Bombardements seit Beginn des Bürgerkrieges im März 2011 die Rede. Für den UN-Sondergesandten Staffan di Mistura kommt der Einsatz von bunkerbrechenden Waffen einem Kriegsverbrechen nahe. Am 26. September beschuldigt die Bundesregierung das Assad-Regime der „Barbarei“.