03.08.2016

Die iranische Justiz hat 20 Sunniten durch den Strang hinrichten lassen, denen die Gefährdung der nationalen Sicherheit im kurdischen Teil der schiitischen Islamischen Republik vorgeworfen worden ist. Wie andere Regierungen zweifelt auch das Berliner Auswärtige Amt daran, dass den Angeklagten ein rechtsstaatliches Verfahren zustand. Am selben Tag wird auch ein iranischer Atomwissenschaftler gehenkt, des wegen Spionage für die USA verurteilt wurde. 

Der auch international bekannte palästinensisch-israelische Schauspieler und Filmemacher Mohammad Bakri beschwert sich in einem offenen Brief an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu, ihm sein persönliches und berufliches Leben und das seiner Familie immer unerträglicher zu machen. Wie könne es sein, fragt Bakri, dass ihm der Mund verboten werde, obwohl er sich sein ganzes Leben für das Recht beider Völker, der Israelis und der Palästinenser, eingesetzt habe? „Um beider Völker willen, die hier leben: Treten Sie zurück“, fordert er Netanjahu auf[1].

[1]   Mohammad Bakri: Prime Minister Netanyahu: I don’t believe you, in „Haaretz“ 03.08.2016.