19.08.2016

Der türkische EU-Botschafter Selim Yenel äußert gegenüber de Tageszeitung "Die Welt" den Wunsch seiner Regierung, dass die Türkei bis 2023, dem 100. Geburtstag der Republik, der Europäischen Union als volles Mitglied beitreten könne. Nach Agenturmeldungen beabsichtigt Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, in Kürze nach Ankara zu reisen. 

Nach langen Verhandlungen ratifiziert das türkische Parlament das Abkommen der Versöhnung mit Israel nach der Erstürmung des türkischen Schiffes „Mavi Marmara (Blaues Mittelmeer)“ Ende Mai 2010, bei der 10 Menschen getötet worden waren. Israel erklärt sich im Gegenzug bereit, den Angehörigen der Toten 20 Millionen US-Dollar zu zahlen. Der Türkei wird das Recht eingeräumt, über den israelischen Hafen Ashdod Hilfslieferungen für die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen abzuwickeln. Die Regierung in Ankara stimmt zu, die Unterstützung der „Hamas“ in der Türkei einzustellen. Es dauerte bis zum 22. August, dass das türkische Außenministerium die israelischen Bomben auf den Gazastreifen nach dem Raketenbeschuss von dort als unverhältnismäßig kritisierte.