10.07.2016

Erstmals seit 9 Jahren führt ein ägyptischer Außenminister, Sameh Shoukry, in Jerusalem Gespräche mit der israelischen Regierung zu regionalen Fragen. Nach einem Bericht der Bloomberg-Nachrichtenagentur am 11. Juli haben unbemannte israelische Drohnen im Zuge einer neuen strategischen Partnerschaft mit Ägypten – seit dem Sturz von Präsident Mohamed Mursi im Sommer 2013 – Milizionäre im Sudan und Terroristen im Norden der Sinai-Halbinsel angegriffen, die im Ruf der Zugehörigkeit zum „Islamischen Staat“ stehen. Amos Harel schreibt dazu am 12. Juli in „Haaretz“, dass die Regierung in Kairo kein gesteigertes Interesse an den israelisch-palästinensischen Beziehungen und vor allem zu „Hamas“ im Gazastreifen habe, weil es viele gemeinsame Interessen mit der Regierung Benjamin Netanjahus gebe, der es jenseits der Erosion des Verhältnisses zu den USA und zu Europa geschafft habe, strategische Beziehungen zu Staaten in Ostasien, in Osteuropa und in Afrika sowie sogar zu sunnitischen Ländern in Arabien aufzubauen.