08.06.2016

Ebenfalls am 10. Juni schreibt der Kommentator von „Haaretz“, dass die Gewalt erst dann aufhören werde, wenn das palästinensische Volk von der Bürde der Besatzung befreit sei.

Am Abend erschießen zwei junge Palästinenser aus dem Dorf Yatta aus den „Südlichen Hebron-Bergen“ vier Israelis im Café Brenner im Tel Aviver Ausgehviertel Sarona gegenüber dem Verteidigungsministerium. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu kündigt eine „Serie offensiver und defensiver Schritte“ an. Die Gegend um Yatta wird vom Militär abgeriegelt. 80.000 Palästinensern wird die Einreise nach Israel untersagt. Der „Hamas“-Ministerpräsident im Gazastreifen Ismail Haniyeh preist die Attentäter. Die USA warnen Israel von einer Kollektivbestrafung der Palästinenser. „In Israel hat sich eine schreckliche Routine eingestellt im Umgang mit der Gewalt, und auch in Tel Aviv sitzen am Morgen bereits wieder Gäste in jenem Café, an dem am Abend zuvor zwei palästinensische Attentäter vier Menschen erschossen hatten“, kommentiert Peter Münch am 10. Juni in der „Süddeutschen Zeitung“. Natürlich könne Israel „den Terror nicht mit Gewalt besiegen (...). Der einzige Weg führt über einen Ausgleich mit den Palästinensern. Aber solange nicht geredet und verhandelt wird, wird gewiss immer wieder geschossen.“ Ebenfalls am 10. Juni schreibt der Kommentator von „Haaretz“, dass die Gewalt erst dann aufhören werde, wenn das palästinensische Volk von der Bürde der Besatzung befreit sei.