27.06.2016

Die Generaldirektoren des israelischen und türkischen Außenministeriums unterzeichnen ein Versöhnungsabkommen zur Normalisierung der Beziehungen nach der israelischen Erstürmung des mit Hilfsgütern für den Gazastreifen beladenen Schiffes „Mavi Marmara (Blaues Mittelmeer)“ Ende Mai 2010. Damals kamen 10 Menschen ums Leben, 9 türkische und 1 aus der Türkei stammender US-Staatsbürger. Israel zeigt sich bereit, die Hinterbliebenen mit rund 18 Millionen US-Dollar zu entschädigen. Im Gegenzug will die Regierung in Jerusalem türkische Hilfsgüter für den Gazastreifen zulassen, wenn sie über den israelischen Hafen Ashdod geliefert und dort kontrolliert werden. 3 Minister des israelischen Kabinetts sprechen sich gegen das Abkommen aus.