07.05.2016

Christoph Ehrhardt berichtet in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ von einer Gruppe junger Akademiker (Architekten, Stadtplaner, Internet-Unternehmer, Hochschullehrer, Forensiker) in Beirut, die bei den bevorstehenden Kommunalwahlen mit einer eigenen Liste unter dem Namen „Meine Stadt Beirut (Beirut Medinati)“ für einen funktionierenden Nahverkehr, für Fahrradwege und für verlässliche staatliche Dienstleistungen antreten wollen. Anlass sei, so Ehrhardt, das die Autoren „die Nase voll (haben) von den mächtigen Kartellen, welche die Politik kontrollieren und den Staat wie eine Beute unter sich aufteiIen wollen". 

In einem Interview in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ mit einer Berliner Schriftstellerin und einer syrischen Autorin führt Außenminister Frank-Walter Steinmeier aus: „Europa ist keine Insel, sondern unser Schicksal ist mit dem unserer Nachbarn untrennbar verwoben.“ Zu den in Genf stattfindenden Verhandlungen über die Zukunft Syriens bemerkt Steinmeier als Ziel, dass der Staat erhalten bleiben solle und „allen ethnischen und religiösen Gruppierungen Raum“ gebe und „das Assad-Regime abgelöst“ werde.

Nach arabischen Medienberichten, die wie üblich von Israel nicht bestätigt werden, hat die israelische Luftwaffe den ranghohen „Hisbollah“-Kommandeur Mustafa Amin Badreddine (Badr Al-Din) in der Nähe von Damaskus getötet. Wegen eines Bombenanschlags war Badreddine 1983 in Kuwait zum Tode verurteilt worden, konnte aber aus dem Gefängnis fliehen. Am 13. Mai teilt die „Hisbollah“ mit, dass Badreddine von sunnitischen Terroristen getötet worden sei.