28.05.2016

Im Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ wirft Saudi-Arabiens Außenminister Adel al-Jubeir dem Iran die Absicht vor, ein „Persisches Reich“ bis an das Mittelmeer errichten zu wollen, wovon Syrien ein Teil werden solle. Außerdem betont er, dass Syriens Präsident Bashar al-Assad „zu beseitigen“ sei. Saudi-Arabien habe seit dem Beginn des syrischen Bürgerkrieges Mitte März 2011 mehr als 2 Millionen Flüchtlinge aufgenommen, von denen noch 700.000 hier leben würden. Jeder bekäme eine Arbeitserlaubnis, die Kinder erhielten schulischen Zugang. Außerdem habe Saudi-Arabien die Flüchtlinge und ihre Lager in der Türkei, in Jordanien und im Libanon mit mehr als 1 Milliarde US-Dollar unterstützt. Da 70 Prozent der Saudis unter 30 Jahre alt seien, müsse ihr Potential freigesetzt und die saudische Gesellschaft durch die Bereitstellung von Chancen sowie die Förderung von Innovation und des dynamischen Denkens umgewandelt werden. Nach wie vor seien die USA „unser Verbündeter Nummer eins“[1].

[1]  Im Gespräch: Adel Al-Jubeir, Außenminister des Königreichs Saudi-Arabien, über den Syrien-Konflikt und Riads Verhältnis zu den Vereinigten Staaten – „Iran hat uns an den Punkt gebracht, an dem wir sagen: Genug ist genug.” Das Gespräch führte Rainer Hermann.