05.04.2016

Bei den Vorwahlen für die US-Präsidentschaft im Bundesstaat Wisconsin siegt bei der Demokratischen Partei „Bernie“ Sanders und setzt sich damit um sechs Mal hintereinander gegen Hillary Clinton durch. Unter Berücksichtigung der sogenannten Superdelegierten kann Clinton gegenwärtig auf 1.749 der notwendigen 2.383 Delegierten auf dem Konvent im Juli setzen, bei Sanders sind es 1.061 Delegierte. Am 07. April berichtet die Washington Post", dass Clinton von Sympathisanten und ihrem Team davor gewarnt worden sei, Sanders zu diffamieren, nachdem sie in einem Interview bezweifelt hatte, ob er ein „wahrer Demokrat" sei. Im Gegenzug hält Sanders sie für „nicht geeignet“. Clintons Vorsprung sei laut in Meinungsumfragen bis auf 2 Prozent zusammengeschmolzen. Die Vorwahlen in den bevölkerungsreichen Bundesstaaten Kalifornien, New Jersey und Pennsylvania stehen noch aus. Die nächsten Vorwahlen finden am 09. April in Wyoming und am 19. April in New York statt. Die endgültige Entscheidung fällt im November.

Am selben Tag berichtet „Haaretz", dass Sanders vom früheren israelischen Botschafter in Washington Michael Dermer der „Blutlüge“ beschuldigt worden sei, weil er die Zahl der palästinensischen Zivilopfer im Krieg gegen „Hamas“ im Gazastreifen im Sommer 2014 mit über 10.000 Menschen höher schätze als offiziell bekannt. (Nach bestätigten Zählungen sind 2.129 Palästinenser, 64 israelische Soldaten und 6 israelische Zivilisten während des Krieges ums Leben gekommen.Dermer habe Sanders aufgefordert, sich zu entschuldigen.