04.04.2016

„Haaretz“ meldet, dass das israelische Tourismusministerium eine Stadtkarte der Jerusalemer Altstadt mit 57 Orten an Touristen verteilen lässt, auf der nur der islamische Felsendom – der als „Tempelberg“ und „Berg Moriah“ ausgewiesen wird –, fünf Kirchen, jedoch Dutzende Synagogen, Talmud-Thora-Lehranstalten und 25 jüdische Gebäude im Moslemischen Viertel verzeichnet sind, von denen viele Stadtführer nie etwas gehört und gesehen hätten. Die Al-Aqza-Moschee sei ohne Namen notiert. Auch die St.-Anna-Kirche und die Erlöserkirche würden in der Legende nicht genannt, das Franziskanerkloster gebe es überhaupt nicht. Außerhalb der Altstadt gelegene palästinensische Stadtteile auf dem Ölberg sowie Wohnviertel wie A-Tur und Ras Al-Amud seien namenlos als grüne Hügelflächen ausgewiesen. Das Tourismusministerium, so „Haaretz“, bestätige die Vorlage und verweise auf ein Unternehmen, das nähere Auskünfte verweigere.

 

Der Knesset-Abgeordnete Bezalel Smotrich (Partei „Das jüdische Haus“) rechtfertigt die räumliche Trennung zwischen gebärenden jüdischen und arabischen Müttern auf Entbindungsstationen. Es sei seiner Frau „natürlich“ nicht zuzumuten, neben einer Araberin ihr Kind zu gebären, das in 20 Jahren zum Terroristen werde. Nach Medienberichten sollen bereits die „Hadassah“-Krankenhäuser Sha’arei Zedek, in Ein Karem und auf dem Skopus, das Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv sowie das Meir-Krankenhaus in Kfar Saba dieser Praxis folgen.