09.04.2016

Bei den Vorwahlen im US-Bundestaat Wyoming siegt bei den Demokraten „Berni“ Sanders knapp vor Hillary Clinton. Da Clinton New York, wo es am 19. April um die Stimmen von 219 Delegierten geht, als Senatorin im US-Senat vertritt, wird ihr eine starke Position zugesprochen.

 

In einem „Haaretz“-Kommentar vom selben Tag macht Asher Schechter darauf aufmerksam, dass sich alle republikanischen Kandidaten bei der Konferenz des „American Israel Public Affairs Committee (AIPAC)“ am 20. März im Blick auf Israel in alten Klischees ergangen hätten, während Sanders als erster Kandidat für das Präsidentenamt deutliche Worte gefunden habe, mit denen er vor allem junge Amerikaner und darunter viele Juden angesprochen habe. Auch wenn er nicht die Nominierung im Juli erreiche, ebne seine Offenheit den Weg für eine Debatte, die jene gehaltlosen Gespräche hinter sich lassen werde, „die wir zuvor von Präsidentschaftskandidaten zu akzeptieren gewohnt“ gewesen seien.

 

In CNN-Interviews bezeichnet Sanders am 10. April die israelische Kriegsführung  im Gazastreifen im Sommer 2014 als „unangemessen“, während Clinton Israels Recht auf Verteidigung betont. Am 09. April hatte die Boulevardzeitung „New York Daily News“ – wie zuvor am 31. März mit Sanders – ein Gespräch mit Clinton veröffentlicht, in dem diese die israelische Siedlungspolitik als „nicht hilfreich“ bezeichnete. Unterschiedliche Auffassungen dazu sollten „respektvoll“ besprochen werden.