16.03.2016

Die Internet-Plattform der ägyptischen Wochenzeitung „Al-Ahram (Die Pyramiden)“ meldet aus der Ratsversammlung der jordanischen Moslembrüder, dass diese die Kontakte zu ihren ägyptischen Gesinnungsgenossen abbrechen wollen, weil sie dasselbe Schicksal der staatlichen Nachstellungen wie unter Präsident Abdel Fatah Al-Sisi befürchten und zu einer Terrororganisation erklärt werden könnten. Außerdem berichtet das Portal unter Berufung auf einen ägyptischen Politologen von scharfen Spannungen zwischen der alten Führung der Moslembrüder und jüngeren Mitgliedern über den Einsatz von Gewalt, die letztere als Antwort auf die staatlichen Repressionen befürworten, so dass es zu radikalen salafistischen und djihadistischen Abspaltungen kommen könne. Nur die Abteilung in Alexandria sei weitgehend immun gegen solche Versuchungen. Am 23. März berichtet „Haaretz", dass das Politische Büro von „Hamas" unter Leitung von Ismail Haniyeh keine Verbindungen zu irgendeiner Moslembruderschaft unterhalte, sondern allein für das palästinensische Volk kämpfe.