01.02.2016

Israelische Universitätslehrer beklagen sich über die wachsende internationale Boykottbewegung, die ihnen den Austausch wissenschaftlicher Ergebnisse und Studienaufenthalte ihrer Studenten erschwert. Von ihren Kollegen würden sie häufig angegriffen werden. Die Angelegenheit, so der Anthropologe Dan Rabinowitz von der Universität Tel Aviv, sei höchst persönlich gemeint und personalisiert. Der Präsident des Technion in Haifa Peretz Lavie entgegnet, dass die Beziehungen zu den US-amerikanischen Universitäten nach wie vor gut seien, auch wenn die BDS-Bewegung nicht unterschätzt werden solle, weil sie einen Dominoeffekt auslösen könne. 

Nachdem ein palästinensischer Polizist am Abend des 31. Januar nahe der Siedlung Bet El drei Israelis angeschossen und verwundet hat, verhängt das israelische Militär eine Teilblockade über das nahe gelegene Ramallah.

Bei der Auszählung der Vorwahl der Demokratischen Partei im Bundesstaat Iowa bleibt Senator Bernard ("Bernie") Sanders nur durch Losentscheid hinter der früheren "First Lady" und Außenministerin Hillary Clinton zurück. Peter Beinart bemerkt dazu am 03. Februar in "Haaretz", dass heute 95 Prozent der Republikaner und 92 Prozent der Demokraten ihre Stimme für einen jüdischen Präsidenten abgeben würden. Bei den Vorwahlen in New Hampshire setzt sich Sanders am 09. Februar klar gegenüber Clinton durch. Clintons Anhänger bemühen sich, ihre Kandidatin als überzeugte Freundin Israels zu „verkaufen“. Vgl. dazu meinen Kommentar "Bernie Sanders for President!"