06.12.2016

Die Staats- und Regierungschef der USA, Frankreichs, Deutschlands, Großbritanniens, Italiens und Kanadas fordern UN-Generalsekretär Ban ki-Moon zu einer Untersuchung zur Bestrafung von Kriegsverbrechen in der syrischen Stadt Aleppo auf.  Sie verurteilen „das Vorgehen des syrischen Regimes und seiner ausländischen Unterstützer, insbesondere Russlands, zur Verhinderung humanitärer Hilfslieferungen und verurteilen auf das Schärfste die Angriffe des syrischen Regimes auf zivile und medizinische Einrichtungen sowie den Einsatz von Fassbomben und chemischen Waffen“. Japan beteiligt sich nicht. Am Abend des 09. Dezember kündigt Russlands Außenminister Sergej Lawrow eine Feuerpause für Aleppo an, ohne ihre Dauer zu bezeichnen, um 8.000 Menschen aus dem Ostteil der Stadt evakuieren zu können. Außerdem kündigt er an, dass am 11. Dezember die russisch-amerikanischen Gespräche auf der Ebene von Militärexperten und Diplomaten in Genf stattfinden sollen. Zwischen den Präsidenten Bashar Assad und Recep Tayyip Erdoĝan gebe es auf Vermittlung Wladimir Putins eine Annäherung geben, wird berichtet. Am 09. Dezember verkündet Lawrow, dass der Kampf gegen die "Banditen" weitergehe. Im Osten Aleppos sterben erneut viele Zivilisten. In dem vom Assad-Regime beherrschten Westteil der Stadt sind mehr als hundert Männer spurlos verschwunden. Es sei zu befürchten, heißt es, dass sie umgebracht worden seien, nachdem sie dorthin geflüchtet seien. Die "Al-Nusra"-Front soll ihrerseits der Flucht Einhalt gebieten, indem sie Menschen als Schutzschilde missbrauche.