13.10.2016

Der Exekutivrat der UNESCO verabschiedet eine Resolution, in der Jerusalem als das Zentrum der drei Weltreligionen Islam, Christentum und Judentum betont wird, aber in einem Paragraphen die religiösen und historischen jüdischen Bindungen an den Tempelberg unerwähnt bleiben. Für die Annahme der Resolution stimmen 24 Mitgliedsstaaten, während die USA, Großbritannien, Deutschland, die Niederlande, Litauen und Estland dagegen stimmen. Frankreich, Schweden, Spanien, Slowenien, Argentinien, Togo und Indien enthalten sich der Stimme. Die endgültige Entscheidung über die Resolution soll am 19. Oktober fallen. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu reagiert mit der Bemerkung, wenn die Juden keine Bindungen an den Tempelberg haben, dann haben auch die Chinesen keine Bindungen an die Große Mauer und die Ägypter an die Pyramiden. Die israelische Regierung beschließt am 14. Oktober die Aussetzung ihrer Mitarbeit in der UNESCO.