23./24.01.2016

Die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, dass Saudi-Arabien aufgrund des dramatisch gefallenen Verkaufspreises für das Erdöl, das von einst 159 auf zeitweilig 28 US-Dollar pro Barrel (= 159 Liter) gefallen ist, erstmals, wenn auch moderat, die hoch subventionierten Verbraucherpreise für Benzin und Elektrizität erhöht hat. 2015 habe das Haushaltsdefizit bei 90 Milliarden Euro einem Gesamtvolumen von 240 Milliarden Euro gelegen – bei einer Wirtschaftsleistung von etwa 600 Milliarden Euro. Mit 11 Prozent der Verteidigungsausgaben zähle das Land zu den am höchsten liegenden in der Welt. Die Arbeitslosigkeit bei den 15 bis 24 Jahre alten Saudis liege bei 15 Prozent, wobei ein Drittel der Gesamtbevölkerung jünger als 30 Jahre sei und zwei Drittel im Staatsdienst beschäftigt sind. Die Öffnung des Arbeitsmarktes gehört zu den Zielen des ehrgeizigen Reformpakets. Das Königshaus habe für 2016 das Budget um 15 Prozent gekürzt. Das Haushaltsdefizit solle dann auf 80 Milliarden Euro gesenkt werden[1].  

[1]   Paul-Anton Krüger: Öl ist ihr Schicksal, in SZ 23./24.01.2016, S. 8.