14.01.2016

„Haaretz“ meldet, dass die Europäische Union von Israel Entschädigungen für die Zerstörung von einigen tausend Wohnstätten von Beduinen und Palästinensern im E-1-Korridor zwischen Jerusalem und Maale Adumim erwäge, für die Brüssel im Zuge humanitärer Hilfen 110 Millionen Euro zur Verfügung gestellt hat. Das israelische Außenministerium verweist darauf, dass die Projekte von Israel nicht genehmigt worden seien. Eine „Likud“-Abgeordnete reagiert mit der Behauptung, dass der schmale Landstreifen nicht besetztes Gebiet sei[1].     

Das jüdische Wochenmagazin „tachles“ übernimmt eine Agenturmeldung, wonach die Stabilität Jordaniens angesichts des scheinbar unaufhaltsamen Vordringens des Islamismus in der arabischen Welt gefährdet sei. Diese Entwicklung könnte, so wird ein hochrangiger Berater des israelische Verteidigungsministers Moshe Ya’alon zitiert, eine Abkehr Israels von seiner traditionellen Zurückhaltung einleiten.    

Der 92 Jahre alte ehemalige israelische Staatspräsident Shimon Peres ist nach einem Herzinfarkt ins Tel Aviver „Hashomer“-Krankenhaus eingeliefert worden.

 

[1]   Jonathan Lis: EU may demand compensation for demolition of donated Palestinian buildings in E-1, in „Haaretz” 14.01.2016.