13.01.2016

Nachdem Schwedens Außenministerin Margot Wallstrom wegen Israels "außergerichtlichen Tötungen" von Palästinensern während der jüngsten Unruhen eine Untersuchung gefordert hatte, kündigt die stellvertretende Außenministerin Tsipi Hotovely an, dass für offizielle schwedische Gäste die Türen in Israel geschlossen bleiben sollen. Zuvor hatte Infrastrukturminister Yuval Steinitz die schwedische Ministerin als „bewusste oder unbewusste Antisemitin“ bezeichnet.

In einer Bewertung auf die letzte „State of the Union Message“ von Präsident Barack Obama am 12. Januar schreibt Asher Schechter in „Haaretz“, weder wollten noch  könnten die USA die Israelis und Palästinenser davon abhalten, dass sie schlafwanderlisch in die Apartheid abgleiten. In Washington wisse man sehr wohl, dass die amerikanischen Bedenken gegen die Siedlungspolitik in der Westbank und im ehemaligen Ost-Jerusalem die rechtsgerichtete Regierung Israels nicht beeindrucken, weil sie nicht mehr als ein Code für die politisch operative Passivität seien. Die Zwei-Staaten-Lösung sei so tot wie ein Türnagel.