12.01.2016

Bei einem Selbstmordattentat in Istanbuls Touristenviertel „Sultanahmet“ kommen 12 Deutsche ums Leben. Für den Anschlag sei ein 28 Jahre alter Syrer verantwortlich, der im Auftrag des „Islamischen Staates“ gehandelt habe, heißt es. Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu und Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan sprechen Bundeskanzlerin Angela Merkel das Bedauern der türkischen Regierung aus. Das Auswärtige Amt in Berlin veröffentlicht eine Reisewarnung für die gesamte Türkei, weil auch „in Zukunft mit politischen Spannungen sowie gewaltsamen Auseinandersetzungen und terroristischen Anschlägen“ zu rechnen sei. In Istanbul betont Innenminister Thomas de Maizière am 13. Januar, dass die Türkei als Touristenressort sicher sei. Vgl. dazu den Kommentar "Nach dem Anschlag in Istanbul".

Die israelische Regierung unter Führer von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu nimmt im Hafen von Haifa das fünfte aus Deutschland gelieferte U-Boot der „Delphin-Klasse“ in Empfang. Die U-Boote lassen sich mit konventionellen Torpedos ausstatten und mit Atomwaffen umrüsten. Dem Vernehmen nach beteiligt sich Berlin mit einem Drittel der Produktionskosten in Höhe von 600 Millionen Euro. Die Bundeswehr bestätigt ihrerseits, bis 2018 bis zu 5 zunächst unbewaffnete Aufklärungsdrohnen aus Israel vom Typ „Heron TP“ zum Preis von 580 Millionen Euro zu kaufen. Eine Bewaffnung muss getrennt bezahlt werden. Soldaten der Bundeswehr sollen in Israel in der Steuerung der Drohnen geschult werden. Seit den 1980er Jahren liefere Israel, heißt es im Stockholmer Friedensforschungsinstitut, mehr als 60 Prozent aller ferngelenkten Flugkörper an etwa 50 Kunden in aller Welt. Auch Iran soll an einer unbemannten Drohne mit Namen „Kamikadze“ arbeiten.