16. April

In zweiter Lesung stimmt das ägyptische Parlament einer Verfassungsänderung zu, mit der Staatspräsident Abdel Fatah Al-Sisis Amtszeit durch die Ausdehnung von vier auf sechs Jahre erst 2030 enden soll; bisher hätte er sein Amt 2014 aufgeben müssen. Al-Sisi, damaliger Generalstabschef, hatte im Sommer 2013 Präsident Mohamed Mursi gestürzt. Die Verfassungsändeurng muss dem Volk zur Bestätigung vorgelegt werden. An seiner Zustimmung gibt es keinen Zweifel, wofür die Repressionsapparate sorgen werden. Nach Auszählung aller Stimmen gibt die Wahlkommission am 24. April bekannt, dass Al-Sisi mit der Zustimmung von 88,83 Prozent bei einer Wahlbeteiligung von 44,33 Prozent bis 2030 Präsident bleiben kann. Die Opposition beschwert sich, dass sie anfgrund der Kontrolle der Medien durch das Regime benachteiligt war und dass Hunderte Webseiten blockiert wurden.