26. Oktober

Nach den drei Berichten im Juli über jüdische Lobbyaktivitäten in Berlin zugunsten der israelischen Regierung veröffentlicht der „Spiegel” in seiner jüngsten Ausgabe die kritische Anfrage des Hohen Kommissars der Vereinen Nationen für Menschenrechte an das Auswärtige Amt, innerhalb von 60 Tagen zu klären, welche rechtlichen Auswirkungen die Bundesregierung aus der Anti-BDS-Erklärung des Parlaments am 17. Mai zu ziehen gedenke. Begründet wird die Anfrage damit, dass der „Beschluss (…) unverhältnismäßig in das Recht der Menschen auf politische Meinungsäußerung in Deutschland” eingreift, „nämlich Unterstützung für die BDS-Bewegung zum Ausdruck zu bringen”.

Der Chef des „Islamischen Staates“ Abu Bakr Al-Bagdadi wird von einer US-Spezialeinheit unter Einschaltung der türkischen, irakischen, kurdischen und syrischen Geheimdienste in der nordwestlich gelegenen syrischen Provinz Idlib aufgespürt. Er sprengt sich mit drei Kindern in einem Erdloch in die Luft, zahlreiche Begleiter werden bei der Operation getötet. Internationale Medien spekulieren, ob das Aufspüren Abu Bakrs mit Hilfe der rivalisierenden „Al-Qaida”-Einheit „Leben zur Befreiung Großsyriens“ („Hayat Tahrir Al-Sham”, HTS) gelungen ist. Unklar bleibt allerdings, ob er noch die zentrale Befehlsgewalt aufgrund der zentralisierten Terrorzellen innehatte. Mitte 2014 hatte er sich als Kalif zum Stellvertreter des Propheten Mohammed erklärt.