02. Januar

In der Nachfolge von John Mattis, der am 21. Dezember 2018 aus Protest gegen den angekündigten militärischen Rückzug aus Syrien zurücktrat, ernennt US-Präsident Donald Trump den 56 Jahre alten Patrick Shanahan, der bislang Mattis’ Stellvertreter war. Auf dem Flug nach Israel stellt Trumps Sicherheitsberater John Bolton am 05. Januar klar, dass der amerikanische Abzug aus Syrien erst nach dem Sieg über den “Islamischen Staat” erfolgen werde. In Ankara wird Bolton eine Begegnung mit Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan und Außenminister Mevlüt Cavusoglu versagt, weil Bolton von der Türkei den Schutz der syrischen Kurden verlangt hat, die bislang zu den US-Verbündeten zählten. Gemäß seinem Gastbeitrag in der “New York Times” am 07. Januar “Erdogan: Trump Is Right on Syria. Turkey Can Get the Job Done” will sich der Staatspräsident alle Optionen offenhalten, nachdem Trump den Abzug der etwa 2.000 US-amerikanischen Soldaten vollzogen hat. Am 11. Januar beginnen die USA mit dem Abtransport von Rüstungsgütern aus Syrien. Die israelische Regierung reagiert gelassen, weil das Militär nach den Worten von Generalstabschef Gadi Eisenkot im Jahr 2018 in Syrien rund zweitausend Bomben abgeworfen hat, um die militärische Präsenz Irans zu schwächen. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu räumt ein, dass Israel syrische Rebellen auf den Golanhöhen mit Waffen versorgt hat. Am 13. Januar droht Trump der Türkei mit der wirtschaftlichen Zerstörung, sollte deren Militär gegen die syrische Kurdenmilkz YPG vorgehen. Am 14. Januar zeigte sich Trump versöhnlich.