07. Februar

Im Vorfeld der Regierungsbildung in Berlin nach der Koalitionsvereinbarung von Union und SPD meldet „Haaretz“, dass ein neuer Bundesaußenminister Martin Schulz im Februar 2014 als Präsident des Europäischen Parlaments in der Knesset die Frage stellte, wie er es einem deutschen Jugendlichen erklären solle, dass ein Israeli täglich 70 Kubikmeter Wasser und ein Palästinenser lediglich 17 Kubimeter verbrauchen dürfe. Das Blatt erinnert daran, dass die Partei „Das jüdische Haus“ („Ha-Bait Ha-Yehudi“) mit ihrem Vorsitzenden Naftali Bennett aus Protest die Sitzung verließ.

Kirsten Rulf, die an der „Harvard University“ in Boston arbeitet, sagt in einem Beitrag für „Haaretz“ am 08. Februar voraus, dass mit einem Martin Schulz aus Außenminister den Beziehungen zu Israel „vier sehr schwere Jahre“ bevorstehen. Schulz sei als früherer Präsident des Europäischen Parlaments besser qualifiziert als seine Amtsvorgänger Guido Westerwelle, Frank-Walter Steinmeier und Sigmar Gabriel. Er stehe der israelischen Siedlungspolitik noch ablehnender gegenüber. Schulz sei keineswegs Antisemit, wie er in seiner Kritik an jungen Palästinensern mit antisemitischen Vorstellungen zum Ausdruck gebracht habe.