04. August

Israels Generalstaatsanwalt Avichai Mandelblit übergibt Dokumente, die Ministerpräsident Benjamin Netanjahu der Bestechlichkeit, Untreue und der Korruption beschuldigen. Grundlage der Beschuldigungen sind Aussagen des früheren Stabschefs Ari Harrow in Netanjahus Büro, der sich gegen eine Geldbuße wegen eigener Verstrickungen der Generalstaatsanwaltschaft als Kronzeuge zur Verfügung stellte. Justizministerin Miri Regev betont, dass Netanjahu nicht zwingend zurücktreten müsse, sollte er angeklagt werden. Gideon Levy warnt in einem Kommentar in „Haaretz“ vor der Illusion eines Hokuspokus, wonach sein Rücktritt ein Grund zum Feiern sei, wobei er auf Nicolae Ceausescu, Muammar Ghaddafi und Saddam Hussein verweist. Solange sich die israelische Gesellschaft einem schmerzhaften Prozess der politischen Resolution verweigere, werde sich kein Zeichen am Horizont zeigen. Vgl. die Eintragung am 01.07.2017.