04. Juni

Als erster indischer Ministerpräsident trifft Narendra Modi zu einem zweitägigen Staatsbesuch in Israel ein. Indien setze sich für eine Zwei-Staaten-Lösung ein, lässt er im Vorfeld verlauten, obwohl das Besuchsprogramm Ramallah gemieden wird. Es ist geplant, dass beide Seiten ein Rüstungsgeschäft aus israelischer Produktion unterzeichnen. Damit erlebt Israel 2017 das erfolgreichste Exportjahr auf diesem Feld.

Israels Arbeitspartei entscheidet in Vorwahlen über ihre Führung. Zur Wahl stellen sich Yitzhak Herzog, Amir Peretz, Avi Gabbay, Omer Bar-Lev und Erel Margalit. Am 10. Juli findet die Entscheidung zwischen Peretz und Gabbay statt. Beide Familien stammen aus Marokko. Peretz sitzt seit 1988 in der Knesset, während der reich gewordene Geschäftsmann Gabbai ist vor sechs Monaten in die Arbeitspartei eintrat, nachdem er bis zur Wahl von Avigdor Lieberman zum Verteidigungsminister zu den Gründern der Partei „Kulanu“ („Wir alle“) gehörte. Damit hat die Partei nur noch drei Abgeordnete im Parlament. Nach einer Umfrage des zweiten TV-Kanals würde die Arbeitspartei von gegenwärtig 24 Mandaten in der Knesset massive Einbußen erleiden, würde jetzt gewählt werden. Bei der Endentscheidung am 10. Juli setzt sich der 50 Jahre alte Gabbay, dessen Familie aus Marokko eingewandert war und der es zum Chef der Telekommunikationsriesen „Bezeq“ schaffte, mit 52 Prozent der abgegebenen gültigen Stimmen gegen Peretz durch. In seinem politischen Programm ist noch kein klares Profil erkennbar. Zu seinen Nachteilen gehört, dass er nicht der Knesset angehört.