14. Juli

Nach einer Schießerei in der Jerusalemer Altstadt, bei der zwei arabisch-israelische Angehörige der Grenzpolizei aus der Stadt Um El-Fahm im „Kleinen Dreieck“ zwischen Hadera und Afula sowie die drei ebenfalls arabisch-israelischen Attentäter, die für die Sicherheitsbehörden bisher nicht auffällig waren, getötet wurden, telefoniert erstmals seit vielen Monaten der palästinensische Präsident Machmud Abbas mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Die israelischen Behörden sperren das Areal des „Haram Al-Sharif“ („Nobles Heiligtum) mit der Al-Aqza- und der Omar-Moschee für muslimische Gläubige. Der 67 Jahre alte Jerusalemer Großmufti Mohamed Achmed Hussein, der 2006 von Abbas eingesetzt wurde, wird vorübergehend festgenommen, weil er zur Missachtung der Zugangssperre aufrief. Unabhängige Beobachter befürchten eine weitere Eskalation, nachdem die Wiedereröffnung des Geländes auf unbestimmte Zeit verschoben werden soll.