23./24. Mai:

Im Berliner Auswärtigen Amt beginnt eine zweitägige Konferenz mit Teilnehmern aus den monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam mit dem Titel „Friedensverantwortung der Religionen“. Sie solle „zum festen Bestandteil einer neuen Außenpolitik“ werden, um die „außenpolitischen Werkzeuge weiterzuentwickeln“. In Arbeitsgruppen solle über ihren Beitrag zum Weltfrieden diskutiert werden, heißt es in der Pressemitteilung des Auswärtigen Amtes. In seiner Grußadresse beklagt Außenminister Sigmar Gabriel, dass die Religionen „im Zentrum von Konflikten stehen…, weil sich hinter dem Begriff der Religion, des Religiösen, ganz andere Interessen verstecken und diese Identität missbrauchen, um in Wahrheit politische Machtansprüche durchzusetzen“. Als Beispiele verweist Gabriel auf Syrien, auf den Libanon, auf die Zentralafrikanische Republik, auf einige Länder Asiens, auf Irak, auf Mozambique und auf Europa[1].

 

[1]   Dazu die Ergänzung „Friedensverantwortung der Religionen“ im israelisch-palästinensischen Konflikt im Blog dieser Homepage.