30. April

Bundeskanzlerin Angela Merkel trifft zu einem Besuch in der saudischen Hafenstadt Djidda ein. Es ist ihr zweiter Besuch nach 2010. Zu ihrer Entourage gehören keine Vertreter deutscher Rüstungsfirma. Zu den Gesprächsthemen gehören die Zusammenarbeit gegen den „Islamischen Staat“ in potentielle Rückzugsgebiet in der Subsahara Afrikas sowie die Agenda der Anti-IS-Koalition in Syrien und im Irak. 2016 seien die deutschen Exporte zu Lasten Saudi-Arabiens aufgrund der dortigen Liquiditätsprobleme um 24 Prozent zurückgegangen, heißt es in Presseberichten. Strittig bleibe die Dekarbonisierung in Saudi-Arabien, um ein CO²-neutrales Wirtschaften zu erreichen. Am 01. Mai reist Merkel in die Vereinigten Arabischen Emirate nach Abu Dhabi weiter. 

Majid Sattar berichtet in der „Frankfurter Allgemeinen“, dass der Sprecher des Auswärtigen Amtes Martin Schäfer vor der Bundespressekonferenz in einer sieben Minuten langen Erklärung die Vorwürfe Benjamin Netanjahus Punkt für Punkt als unhaltbar zurückgewiesen habe. Der deutsche Botschafter in Tel Aviv Clemens von Götze habe mit dem stellvertretenden Direktor des Auswärtigen Amtes in Jerusalem Alon Ushpiz, ergänzt Barak Ravid in „Haaretz“, eine höchst strittige Konversation über das bevorstehende deutsche Abstimmungsverhalten im UNESCO-Exekutivkomitee am 02. Mai zu Jerusalem gehabt gehabt, obwohl sich die deutsche Diplomatie bei arabischen und den elf europäischen Mitgliedsstaaten um Kompromissformulierungen bemüht habe. Vertreter des Auswärtigen Amtes in Jerusalem seien bisher davon überzeugt gewesen, dass Deutschland jeder antiisraelischen Resolution, wie immer ihr Wortlaut ausfalle, widersprechen und auch andere europäische Regierungen gegen ein solches Votum mobilisieren würde.