06. April

Nach dem vom syrischen Regime ausgehenden Giftgasangriff mit Sarin vor zwei Tagen in der Stadt Khan Sheikhun bei Idlib, der bislang 86 Tote gefordert haben soll, fliegen von zwei US-Kriegsschiffen vom östlichen Mittelmeer aus auf Anordnung von Präsident Donald J. Trump 59 Marschflugkörper vom Typ „Tomahawk Cruise Missiles“ einen Angriff auf eine Luftwaffenbasis in Homs. Die israelische und die russische Regierung werden kurz zuvor infomiert.

Auch Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen wird von ihrem US-Amtskollegen James N. Mattis unterrichtet. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu begrüßt den Angriff als eine starke Antwort auf das syrische Regime. Oppositionsführer Yitzhak Herzog äußert sich in gleicher Weise. Frankreichs Präsident François Hollande bezeichnet den syrischen Giftgasangriff als Kriegsverbrechen. Auch der unabhängige Präsidentschaftskandidat Emmanuel Macron verurteilt den Angriff, weil er gegen alle internationalen Regeln verstoße. Bundeskanzlerin Angela Merkel bezeichnet den Angriff als barbarisch und eine Schande, dass zuvor eine gemeinsam getragene Resolution im UN-Sicherheitsrat am russischen Einspruch gescheitert war. Der russische Präsident Wladmir Putin beruft den Nationalen Sicherheitsrat ein, ein russiches Kriegsschiff nimmt vom Schwarzen Meer aus Kurs auf das östliche Mittelmeer. Am 21. August 2013 waren bei einer Sarin-Attacke auf Damaszener Vorstädte mehr als 1.300 Menschen ums Leben gekommen. Die Verantwortung konnte nicht einwandfrei geklärt werden.