28. April

In einem Interview mit „Reuters“ bekennt sich US-Präsident Donald J. Trump zum Frieden zwischen Israelis und Palästinensern, es gebe keinen gegenläufigen Grund. Auf seine frühe Ankündigung angesprochen, die US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen zu wollen, antwortet Trump, man solle ihm die Frage in vier Wochen noch einmal stellen. Er gesteht ein, dass seine Präsidentschaft ihm „mehr Arbeit als in meinem bisherigen Leben“ bringe. „Ich habe mir das einfacher vorgestellt“.

In einem Gespräch mit „Bild“ am selben Tage bezeichnet Benjamin Netanjahu die Begegnungen Sigmar Gabriels mit israelischen NGO’s am 25. April als „äußerst instinktlos“. Gruppen wie „Breaking the Silence“ seien keine Menschenrechtsorganisationen, sondern würden israelische Soldaten an den Pranger stellen und dafür sorgen wollen, dass sie als Kriegsverbrecher vor Gericht kommen. „Doch meine rote Linie lautet, dass ich mich nicht mit Diplomaten treffen werde, die nach Israel kommen und radikalen Randgruppen Legitimität verleihen“ und Israels Sicherheit untergraben. Netanjahu bestätigt, dass sich Gabriel geweigert habe, ein Telefonat entgegenzunehmen, in dem er ihm die Bewegggründe seiner Position habe darlegen wollen.