05. November

Am Tag, an dem US-Präsident Donald J. Trump die Verlegung der Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem ankündigt und Bundesaußenminister Sigmar Gabriel dadurch neue Probleme heraufziehen sieht, eröffnet die bayrische Europaministerin Beate Merk in Tel Aviv ein Büro der Staatsregierung zur Förderung von Wirtschaft, Wissenschaft, Technologie, Bildung und Jugendaustausch, um „die besonderen Beziehungen Bayerns zu Israel noch sichtbarer als bisher (zu) machen“. Im Vorfeld der für den 06. Dezember angekündigten Verlegung spricht das US-Konsulat in Jerusalem eine Reisewarnung für die amerikanischen Staatsbürger aus. Mehrere palästinensische Gruppen rufen zu drei „Tagen des Zorns“ auf. Das israelische Militär bereitet sich auf schwere Auseinandersetzung am 08. Dezember, dem muslimischen Ruhetag, in Jerusalem und in der Westbank vor. Die vorläufige Eröffnung des Büros in Anwesenheit des deutschen Gesandten Georg Enzweiler und der stellvertretenden Außenministerin Tsipi Hotovely wird von der notifizierten Entscheidung Donald J. Trumps überlagert, Jerusalem als Hauptstadt Israels anzuerkennnen und die Botschaft von Tel Aviv dorthin zu verlegen. Die tatsächliche Arbeit des Büros soll im März 2018 beginnen. 

Das US-Konsulat in der Jerusalemer Agnon-Straße spricht eine Reisewarnung für die amerikanischen Staatsbürger aus. Mehrere palästinensische Gruppen rufen zu drei „Tagen des Zorns“ auf. Das israelische Militär bereitet sich auf schwere Auseinandersetzung vor.