04. November

Der seit Ende 2016 amtierende libanesische Ministerpräsident Sa’ad Hariri kündigt seinen Rücktritt an, nachdem er einem Mordanschlag entgangen ist. Zuvor hatte er von der saudischen Hauptstadt Riyadh aus Iran und die schiitische „Hisbollah“ („Partei Gottes“) scharf angegriffen. Am 14. Februar 2005 war sein Vater, der frühere Ministerpräsident Rafik Hariri, bei einem Bombenanschlag in Beirut getötet worden. Mit ihm starben 22 Personen. Gemäß der Verfassung von 1943 muss der Regierungschef Sunnit sein. 

Im Zentrum Tel Aviv gedenken Zehntausende Israelis der Ermordung von Yitzhak Rabin vom 22 Jahren. Amtierende Politiker sind nicht eingeladen, doch kritisieren die Veranstalter die Mitwirkung von Persönlichkeiten aus dem rechten Lager und aus den jüdischen Siedlungen der Westbank, denn schließlich seien sie für die Ermordung des damaligen Ministerpräsidenten verantwortlich. „Peace Now“ und der linksbürgerlichen Partei „Meretz“ („Energie“) werden Informationsstände versagt.