29. November

Zehn US-Senatoren, darunter Bernard („Bernie“) Sanders (Vermont), Dianne Feinstein (Kalifornien), Richard Durbin (Illinois) und Elisabeth Warren (Oklahoma), haben in einem Brief den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu aufgefordert, die Zerstörung der palästinensischen Dörfer Sussia und Khan Al-Amar in der Westbank zu stoppen. Sie gefährde die Zwei-Staaten-Lösung und bedrohe Israel als jüdische Demokratie, heißt es in dem Schreiben.

Das „Bibelhaus Frankfurt“ sagt eine Ausstellung mit 270 archäologischen Fundstücken - Trinkgefäße, Gewandnadeln, Schmuck, Pfeilspitzen und Münzen - aus Qumran am Toten Meer aus der Zeit zwischen 200 v. und 135 n.d.Z. ab. Sie sollten von der israelischen Antikenverwaltung im Benehmen mit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau als Leihgaben an den Main kommen. Zur Begründung der Absage erklärt der Direktor des Museums Jürgen Schefzyk, die Bundesregierung habe sich geweigert, eine rechtsverbindliche Rückgabeerklärung – eine „Immunitätszusage“ – abzugeben, weil ein Objekt aus der palästinensischen Westbank stammt, eben aus Qumran. Da die israelische Behörde auf der Gesamtrückgabe bestanden hat, kommen auch Gegenstände aus der Festung Massada nicht zur Präsentation. Am 05. Dezember verlagert das Auswärtige Amt die Absage auf die hessische Landesregierung. Diese trage „im Benehmen“ mit der Beauftragten für Kultur und Medien im Bundeskanzleramt Monika Grütters die Verantwortung. In seiner Zeit als Bundesaußenminister hatte sich Frank-Walter Steinmeier für die Ausstellung eingesetzt.