Judah L. Magnes: Israels Herausforderung

von Reiner Bernstein

Am 06. Dezember 2015 erhielt Bundespräsident Joachim Gauck die Ehrendoktorwürde der Hebräischen Universität in Jerusalem und erinnerte an das intellektuelle, wissenschaftliche und kulturelle Vermächtnis, das Martin Buber, Albert Einstein und Richard Koebner, Namensgeber des Instituts für deutsche Geschichte an der Universität unter Leitung von Moshe Zimmermann, für die deutsch-jüdisch-israelische Geschichte hinterlassen haben. Da Gauck den ersten Kanzler und späteren Präsidenten der Universität Judah L. Magnes nicht erwähnte, soll hier an ihn erinnert werden.

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Ohne die Suche nach dem Frieden, wird Israels Demokratie Rätsel aufgeben

von Mordechai Kremnitzer

Seit dem Jahr 2000 hat sich das von der Regierung inspirierte Paradigma in der israelischen Gesellschaft verschoben – von der Befassung mit einem ernsten, wenn auch zeitlich begrenzten Konflikt mit den Palästinensern, der mit einem Vertrag gelöst werden könnte, zu einem Konflikt mit einer fundamentalen und ewigen Feindschaft,  die diplomatisch nicht gelöst werden kann.

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Netanjahu sagt Berlin-Besuch ab

Nicht ganz unerwartet, sagt Benjamin Netanjahu gegenüber Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittag des 07. Oktober 2015 die für den nächsten Tag geplanten Regierungskonsultationen mit der Bundesrepublik in Berlin„wegen der angespannten Sicherheitslage“ in Israel ab; ursprünglich wollte Netanjahu bis zum 09. Oktober in Berlin bleiben.

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New York: Palästina im Schatten Syriens

Erstmals seit Jahren fand der israelisch-palästinensische Konflikt bei der diesjährigen UN-Generalversammlung keine gesteigerte Aufmerksamkeit. Barack Obama enthielt sich jeglichem Bezug, und Jordaniens König Abdullah II. kam über den Protest gegen die  jüngste Eskalation in der Jerusalemer Altstadt nicht hinaus. Nur wenn Machmud Abbas an der Kündigung der Osloer Vereinbarungen festhielte und somit faktisch mit der israelischen Politik gleichzöge, käme das jahrelange Verhandlungspatt definit zum Erliegen.      

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Ein Briefwechsel zwischen Reiner Bernstein und Norbert Lammert

Am 07. und 08. September 2015 fand vom „Zentrum für Antisemitismusforschung“ an der Technischen Universität Berlin eine international besetzte Konferenz unter dem Titel „Antisemitismus und Erinnerungskultur“ statt. Zum Abschluss der Konferenz hielt Bundestagspräsident Norbert Lammert im Jüdischen Museum die Laudatio auf den jüngsten Band des „Handbuchs des Antisemitismus“. Im Antwortschreiben vom 15. September 2015 bedankte sich sein Referent Michael Remmel, ohne sich zu den Ausführungen meines Briefes vom 09. September 2015 im Blick auf die deutsch-israelischen Beziehungen im Kontext des israelisch-palästinensischen Konflikts zu äußern.

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