Israels Künstler gegen Einmischungen in Deutschland

Die Berliner „taz“ veröffentlicht den Offenen Brief von 63 israelischen Intellektuellen und Künstlern, der sich gegen den Angriff der Regierung Benjamin Netanjahus auf deutsche und israelische NGO’s sowie auf das Jüdische Museum in Berlin verwahrt. Das Museum zeigt gegenwärtig eine Ausstellung, in der auch muslimisch-palästinensische Perspektiven in Jerusalem aufgenommen sind. „Wir sind schockiert und lehnen die Versuche ab, die Bundesregierung zu veranlassen, die Freiheit des kulturellen Ausdrucks einzuschränken. Diese sind Teil einer umfassenden Kampagne von populistischen und ultrarechten Regierungen weltweit. Deren Ziel ist es, den Spielraum des kritischen Denkens einzuschränken und, wenn möglich, zum Schweigen zu bringen. Zu den Methoden gehört die Denunziation kritischer Künstler, Kuratoren, von Intellektuellen und anderen als fünfte Kolonne“, heißt es in der Stellungnahme. Zu den Unterzeichnern gehört Micha Ullman, der den Bebelplatz in Berlin mit der Installation zur Bücherverbrennung im Mai 1933 gestalete, und der Filmemacher Udi Aloni, Sohn der legenden Bürgerrechtslerin Shulamit Aloni.

Die deutschen Medien berichteten an prominenter Stelle über den Druck der israelischen Regierung auf die Bundesregierung. Der Einbestellung eines führenden Vertreters ins Berliner Auswärtige Amt kam die Regierung nicht nach.