Diplomatisches Pingpong

Nach der Ankündigung Donald J. Trumps ordnet auch Benjamin Netanjahu den Rückzug Israels aus der UNESCO zum Ende 2017 an. Allerdings lässt er sich eine Tür offen, indem er zunächst die neue Leitung beobachten will, bevor er der UNESCO endgültig den Rücken kehren will. Auch die USA werden am 31. Dezember die Kultur- und Bildungsorganisation der Vereinten Nationen zumindest vorläufig verlassen, was sie im Oktober beschlossen hatten.

In seinem Brief an die palästinensischen Christen zum Weihnachtsfest kündigt Präsident Machmud Abbas an, dass die Autonomiebehörde nie die Anerkennung Jerusalems als alleiniger Hauptstadt Israels akzeptieren werde. Die Entscheidung Donald J. Trumps vom 06. Dezember sei „eine Beleidigung von Millionen Menschen weltweit und Bethlehems“. Die Stadt sei der „Geburtsort der Hoffnung“. Bei seiner Begegnung mit dem französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron in Paris fordert Abbas die Europäer zu einer stärkeren politischen Rolle auf. Am selben Tag reist Abbas‘ enger Berater Nabil Sha’at zu Gesprächen nach Moskau. Nabil Abu Rudeneh, ein anderer Berater des Präsidenten, dankt den 128 Regierungen, die am 21. Dezember in der UN-Vollversammlung für den ägyptischen Resolutionsantrag stimmten. Das Veto Trumps sei „null und nichtig“, fügt Chefdiplomat Saeb Erakat hinzu.