Feierliche Zeremonien im Gedenken an 1897 und 1967

In „Gush Etzion“ südlich von Bethlehem und anschließend auf dem Herzl-Berg in Jerusalem – dort anlässlich der 120. Wiederkehr des ersten zionistischen Kongresses im Basler Stadtcasino, so dass historische Linien von 1897 bis 1967 gezogen werden – ist am 27. September unter Beteiligung von Benjamin und Sarah Netanjahu feierlich der 50. Jahrestag der Eroberung der Westbank begangen worden. An der Zeremonie in der Ortschaft Kfar Etzion, die unter Ministerpräsident Levi Eshkol die erste Siedlung nach 1967 in der Westbank war – sie musste 1948 angesichts der vorrückenden jordanischen Armee geräumt werden –, nahm die Präsidentin des Obersten Gerichtshofs Miriam Naor nicht teil. Sie sei nicht eingeladen worden, sagen die einen, sie habe durch ihre Nichtteilnahme ein Zeichen der Opposition gegen die Regierung setzen wollen, behaupten die anderen. Am 01. Oktober versammelen sich Tausende Israelis im Gedenken an den Ausbruch des „Yom Kippur“-Krieges 1973.