Amira Hass: Bericht über palästinensische Korruption

Amira Hass berichtet am 11. April 2016 in „Haaretz“, dass gemäß der jüngsten Umfrage des in Ramallah tätigen „Palestinian Center for Policy and Survey Research“ unter Leitung von Khalil Shikaki nicht weniger als 79 Prozent der Palästinenser von der Korruption unter den Angehörigen ihrer Autonomiebehörde überzeugt sind.

Seit langem, so Hass, würden Gerüchte die Runde machen, dass auch Tareq Abbas, der Sohn von Machmud Abbas, mit seinen weltweiten Geschäftsinteressen von Zuwendungen der Autonomiebehörde profitiere und dass der frühere „Fatah“-Funktionär Mohamed Dahlan korrupt sei. Die Menschen würden sich über die schicken neuen Autos, die teuren Häuser und die Vergnügungsklubs von Vertretern der politischen Klasse wundern, statt dass sie ihre Energien gegen die israelische Besatzung einsetzen und damit ihre Integrität unter Beweis stellen.

Amira Hass fragt, warum die internationalen Geldgeber und ihrem Ziel eines palästinensischen Staates mit ihren Hilfsgeldern „eine Lüge unterstützen“ und sich nicht darum kümmern, als die Überweisungen in privaten Taschen landen.