Shlomo Avineri: Ohne die USA zurück zu 1967

Der emeritierte Historiker an der Hebräischen Universität in Jerusalem Shlomo Avineri hat am 09. Oktober 2015 den USA die Fähigkeit abgesprochen, zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts beitragen zu können. Diese Vorstellung sei eine „Illusion“.

Auch die von der israelischen Opposition, dem „Zionistischen Lager“ unter Führung von Isaac (Itzhak) Herzog, befürwortete Wiederaufnahme der Verhandlungen mit den Palästinensern werde ergebnislos bleiben, solange sie keinen radikalen Kampf für den völligen und bedingungslosen Stopp des Siedlungsbaus bis zur „Grünen Linie“ von 1967 aufnehme und darüber Einbußen bei ihrer Wählerschaft fürchte.

Avineri schlägt vor, die jüdische Diaspora für ein großzügiges Entschädigungsprogramm für die zurückkehrenden Siedler zu gewinnen, nachdem es die Regierung jahrelang geschafft habe, sie für die Erweiterung der Siedlungen in der Westbank und in Ost-Jerusalem einzuspannen.